4. Januar 2019

2019


was für ein abgegriffener titel könnte man meinen. einfach nur die neue jahreszahl und das wars. so plakativ. was ist mit ihrer originalität geschehen. irgendwo verloren zwischen den jahren. nix geschrieben, nix gesagt, nix kommentiert, nix kritisiert, nix festgestellt und nix ausgewählt. ist wenig oder mehr passiert als zwischen die zeilen passt ?

so viele fragen zu beginn einer neuen jahreszahl....und genau das lässt ein so vermeintlich einfacher titel wie die schlichte jahreszahl zu - sie gibt freiraum für fantasie. wir alle haben ganz plötzlich eine menge spontaner gedanken zu dieser zahl. vorsätze, gefühle, ideen. große ziele und langgehegte wünsche. bisher versäumtes und längst überfälliges.

was wird dieses jahr uns bringen, welches buch wird 2019 für uns schreiben. wie wird die 1. seite aussehen, wem wird sie gehören. es fühlt sich freudig an, vorfreudig, aufgeregt. es fühlt sich aber auch nervös und aufgeregt an. und es fühlt sich auch nach angst an, nach panik, nach kompletter unsicherheit und krankheit.

alles darf sein. alles passt in eine jahreszahl hinein. alle prognosen und vorstellungen. alle bedenken und vorbehalte. alle erinnerungen und enttäuschungen. alle fallen sie uns wieder ein. gar nicht selten, dass die menschen in anbetracht einer einzigen jahreszahl in trauer und melancholie verfallen. rührselig und wehmütig werden und tränen der erleichterung verabschieden. in der ersten zeit der neuen zeit gilt es, neue ordnung zu schaffen.

ideal, wenn es in zeiten der neufindung schneit. wenn das sanfte windspiel der schneeflocken wie eine meditation zu beruhigen versucht und die weiße schneedecke alle aufregung mit ihrem sanften teppich umarmt. es werden laute emotionen eingehüllt und leise bedenken zart aufgefangen. danke an mutter natur für diese gelegenheit, an seiner persönlichen zahl zu arbeiten.

in aller stille, in aller ruhe, im rückzug. um dann wie der sonnenschein bereit für etwas ganz besonderes zu sein. 

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